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WELTLICHES CHORKONZERT:
Bitte vormerken: Weltliches Chorkonzert, Samstag, 2. Juli 2016, 19.00 Uhr Katholisches Gemeindehaus Neuhausen „Vom Madrigalsatz bis zum Chianti-Wein“ Eine musikalische Reise von Hassler, Eccard, Bachofen, Gastoldi über Mozart und Mendelssohn bis hin zum Schlager und Popsong Ausführende: CHOR ST. PETER UND PAUL NEUHAUSEN UND JUGENDSINGKREIS JUGENDSINGKREIS ST. PETER UND PAUL NEUHAUSEN Leitung: KMD Markus Grohmann

Dieser Link bringt Sie zum Überblick der Restaurierung der historischen OrgelDer Orgelbauer Eberhard Friedrich Walcker Blick in die Pfarrkirche und auf die E.F.Walcker-Orgel vor der Renovierung der Kirche um 1960von
Eberhard Friedrich Walcker aus dem Jahre 1854
Opus 126, II/32 Register

This link leads you to the restoration project of our historical
 E.F. Walcker organ, dated 1854

Ein Projekt der katholischen Kirchengemeinde St. Petrus und Paulus
in Neuhausen auf den Fildern
(bei Stuttgart) Baden-Württemberg, Landkreis Esslingen am Neckar

Die Restauration dauerte von 2000 bis 2005

Besuch aus Tokio auf der Walcker-Orgel

Gruppe aus Japan am SuedportalAm 26. Februar 2016 waren rund 30 StudentInnen der J.F. Oberlin University Tokio zu Gast auf unserer Walcker-Orgel. Die begeisterte Gruppe befand sich gerade mal seit 18 Stunden in Deutschland und Neuhausen war einer ihrer ersten Stationen der 10-tägigen Kultur- und Orgelreise nach Deutschland unter Leitung ihres Musikprofessors Norio Ueki. Dieser hat vor rund 18 Jahren in Deutschland Kirchenmusik studiert, u.a. an der damaligen Evang. Hochschule Esslingen, wo er eine zeitlang  Studienkollege von Frau Monika Grohmann war – so gab es nach 18 Jahren ein Wiedersehen.

Nicht nur die historische E.F.Walcker-Orgel war hochinteressant für die jungen Studenten, sondern vor allem auch die große und lange Akustik von 5 Sekunden unserer Pfarrkirche. Der Studentenchor sang deshalb einige Chorwerke und übte unten in den Kirchenbänken sitzend mit Prof. Ueki oben an der Orgel das Singen von Gemeindeliedern unter dieser Akustik.

Gruppe-am-Spieltisch-der-Walcker-OrgelEine völlig neue Erahrung für die Meisten unter ihnen. Begleitet wurde die Gruppe von Prof. Volker Lutz aus Stuttgart. Verbunden mit großem Dank an den Gastgeber und original grünem Tee aus Japan setzte die Gruppe ihre Reise fort. Ein weiterer Höhepunkt wird der Besuch der Stadt Eisenach in Thüringen sein, einer der Wirkungsstätten Johann Sebastian Bachs.

 

Kirchenmusikdirektor Markus Grohmann, Neuhausen auf den Fildern, den 19. März 2016 
- Staatlich Geprüfter Musiklehrer –
- Fachdienstleiter Kirchenmusik Dekanat Esslingen-Nürtingen –

Beeindruckendes GEISTLICHES CHORKONZERT

Sonntag, 13. März 2016, 19.00 Uhr

Der Reinerlös kam der Kirchenrenovation zugute

Johannes  Brahms:  für Sopran und Orgel aus "Vier ernste Gesänge" Nr. 3+4

Franz Liszt:  „Trauerode“  für Orgel

Johannes Brahms: Motette „Warum ist das Licht gegeben“

Maurice Duruflé: Requiem (Orgelfassung)

Die STUTTGARTER CHORISTENAusführende: 

STUTTGARTER CHORISTEN

Leitung: Kapellmeister Hendrik Haas

Irina Gulde, Mezzo-Sopran

Antal Váradi, Orgel

 

 

 

Eintrittskarten und Vorverkaufsstellen:

Eintrittskarten:

zum normalen Preis von 15,- € und

zum ermäßigten Preis von 12,- €

können Sie an den Vorverkaufsstellen:

Gerne können Sie die Eintrittskarten per E-Mail vorbestellen. Schicken Sie daher Ihre Kartenwünsche ganz einfach an die E-Mail Adresse:

tickets@walcker-orgel-neuhausen-filder.de

Kirchenmusikdirektor Markus Grohmann, Neuhausen/ Filder an Silvester 2015
- Staatlich Geprüfter Musiklehrer –
- Fachdienstleiter Kirchenmusik Dekanat Esslingen-Nürtingen –

Unser Konzertprogramm 2016 und 2017 der
Neuhauser Orgel Konzerte

Samstag, 2. Juli 2016, 19.00 Uhr 

Katholisches Gemeindehaus Neuhausen

WELTLICHES CHORKONZERT

Der Reinerlös kommt der Kirchenrenovation zugute

„Vom Madrigalsatz bis zum Chianti-Wein“

Eine musikalische Reise von Hassler, Eccard, Bachofen, Gastoldi über Mozart und Mendelssohn bis hin zum Schlager und Popsong

Ausführende:

CHOR  ST. PETER UND PAUL NEUHAUSEN UND

JUGENDSINGKREIS JUGENDSINGKREIS ST. PETER UND PAUL NEUHAUSEN

Leitung: KMD Markus Grohmann

 

Vorschau 2017

Im Jahr 2017 geht es in der regulären Reihe mit bekannten Interpreten aus Polen, Neuseeland und Deutschland weiter.

Sonntag,  2. April  2017  18.00 Uhr

Orgelkonzert

Interpret: Michal Markuszcewski

Warschau,  Polen

 

Sonntag,   14.  Mai 2017   18.00 Uhr

Orgelkonzert

Interpret: Prof. Paul Rosoman

Wellington,  Neuseeland 

 

Sonntag,     15. Oktober 2017  18.00 Uhr

Orgel und Bläser

Interpreten: Opus 4  -  Posaunenquartett des Gewandhauses Leipzig

 

Sonntag  31. Dezember 2017  16.00 Uhr

Festliches Silvesterkonzert

Interpreten: Das Ludwigsburger BlechbläserQuintett

-Änderungen vorbehalten -

Kirchenmusikdirektor Markus Grohmann, Neuhausen auf den Filder an Silvester 2015
- Staatlich Geprüfter Musiklehrer –
- Fachdienstleiter Kirchenmusik Dekanat Esslingen-Nürtingen –

Danke für Ihren Besuch auf dem Neuhäuser Weihnachtsmarkt 2015

Unser VerkaufsteamUnser Orgelkiosk war auch in vergangenen Jahr eine gut besuchte Station auf dem diesjährigen Neuhäuser Weihnachtsmarkt. Viele Gäste konnten wir mit unserem Orgelpunsch verwöhnen und Sie mit unseren Weihnachtskarten, selbst gemachten Holzfiguren und vielen anderen Präsenten versorgen. Ein herzliches Dankeschön an die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die beim Auf- und Abbau, bei der Dekoration und beim Verkauf wieder dabei waren.

WEB_2.Platz_WeihnachtsmarktDas Dekorationsteam errang den 2. Platz für die gelungene Ausschmückung unseres Ogelkiosks. Das Anbringen der Dekoration macht sehr viel Arbeit und erfordert viele Hände. Daher war die Freude über die Platzierung groß.

 

Ganz besonders aber bedanken wir uns bei Ihnen, die Sie uns besucht haben

 

Kirchenmusikdirektor Markus Grohmann Neuhausen auf den Fildern, den 13. Februar 2016

Ein musikalisches Feuerwerk der Extraklasse
- das traditionelle Silvesterkonzert 2015 in Neuhausen -

In der erfreulicherweise voll besetzten Pfarrkirche fand an Silvester traditionell das letzte Konzert des Jahres in der Konzertreihe „Neuhauser Orgel Konzerte“ statt. In seiner  Begrüßung dankte Pfarrer Alfred Kirsch allen Konzertbesuchern und wünschte ein gutes neues Jahr 2016. Er wies darauf hin, dass die Pfarrkirche ab Mai 2016 für fast ein Jahr geschlossen wird wegen einer  umfassenden Renovierung. KMD Grohmann schloss sich den Wünschen Pfarrer Kirsch´s an und erläuterte, dass die reguläre Konzertreihe erst 2017 wieder aufgenommen wird, doch im März und im Juli trotzdem zwei Benefizkonzerte zu Gunsten der Kirchenrenovation durchgeführt werden (ein Informations-Flyer hierzu wurde in der Kirche ausgelegt und ist dort weiterhin erhältlich).

Das Ludwigsburger BlechbläserQuintett, rechts,  und das Uli-Gutscher Jazz-Trio Stuttgart , links im BildDas anschließende Konzert wurde vom Ludwigsburger BlechbläserQuintett und dem Uli-Gutscher Jazz-Trio Stuttgart gestaltet. An der Orgel begleitete einfühlsam der Ludwigsburger Bezirkskantor Martin Kaleschke, der auch bei zwei Orgelsolo-Werken von Bach und Widor sein Können demonstrierte. Abwechselnd klassisch von der Orgelempore aus - oder mit jazzigen Varianten (eingerichtet von Uli Gutscher) unten am Altarraum erklangen Werke von Bach, Viadana, Gabrieli, Widor und Händel.

Hubertus von Stackelberg und Klaus Ulrich Dann (Trompeten), Harald Domes (Horn), Michael Peuser (Posaune) und Fabian Zürn (Tuba) spielten mit Freude, sattem Klang, feinen Differenzierungen und wohltuendem  Gesamtklang, wenn gleich der Wechsel im Zusammenspiel mit dem modern hoch gestimmten Klavier und der historisch tiefer gestimmten E.F.Walcker-Orgel eine besondere permanente Konzentration und Professionalität hinsichtlich der Intonation forderte.

der Ludwigsburger Bezirkskantor Martin Kaleschke an der Walcker OrgelDas Jazz-Trio mit  dem  Pianisten Uli Gutscher, mit Thomas Krisch am Kontrabass und Herbert Wachter am Schlagzeug musizierte gelassen souverän. Es ist immer wieder verblüffend, wie sich die strenge Musik von Bach  in ein Jazz-Gewand einpacken lässt ohne jeglichen musikalischen Abstrich – im Gegenteil. Und ohne dass jemals der Eindruck aufkäme, dass man die klassische Musik parodieren wolle oder gar eine Karikatur daraus macht. Diese Programmteile – Jazz zusammen mit dem BlechbläserQuintett - boten etwas ganz Besonderes und selten zu Hörendes. Und wohltuend kam bei den langsamen Sätzen wie der „Air“ von Bach durchaus auch ruhige und nachdenkliche Stimmung im Konzert auf.

Am Ende gab es stehenden Applaus für das zum 12. Mal hervorragend gelungene Silvesterkonzert, bevor sich die Bläser nochmals mit einer Zugabe verabschiedeten.

Prof. Hubertus von Stackelberg kündigte bereits den Auftritt des Ludwigsburger BlechbläserQuintett‘s für das Silvesterkonzert 2017 an. Darauf freuen wir uns schon!

 

Kirchenmusikdirektor Markus Grohmann, Neuhausen/ Filder am 04. Februar 2016
- Staatlich Geprüfter Musiklehrer –
- Fachdienstleiter Kirchenmusik Dekanat Esslingen-Nürtingen

Prof. Janette Fishell plays Schumann and Dudley Buck for YouTube

Prof. Janette Fishell at the E.F. Walcker Organ in Neuhausen - FilderAfter her organ recital in Mai 2015 in the Parish Church St. Peter and Paul in Neuhausen auf den Fildern, Prof. Fishell gave a special concert for us for the YouTube community. It has not only been a recital but even more a demonstration of our Eberhard Friedrich Walcker organ. She plays works from Robert Schumann, Studien für den Pedalflügel op. 56, and from Dudley Buck the Concert variations on the “The star-spangled banner”   Op. 23. Many american organists of those time studied in Germany and England. This means, that the american organ composers were strongly influenced by German composers like Rheinberger and Max Reger. Prof. Janette Fishell shows an demonstrates the interlinks between German and American composers at this time.

The famous Eberhard Friedrich Walcker organ has been built in 1854 in Ludwigsburg. The organ builder Eberhard Friedrich  Walcker used the cone-valve chest  technology for building very large organs all over the world. Besides others, the first concert organ in the USA has been shipped from Ludwigsburg to Boston in 1863 already . Markus Grohmann, Director of the Sacred Musik, initiated the formation of the "Orgelfoerderkreis Neuhausen auf den Fildern", being an Association of the friends of the Neuhausen organs, who helped restoring this valuable organ in 2004 / 2005.

We gratefully thank Prof. Fishell for playing an demonstrating our organ for this YouTube recital!

It can be watched under this link:

https://www.youtube.com/watch?v=oA8FnyAqE0A

Trademarks: “YouTube” is a trademark of Google Inc.

https://www.youtube.com/yt/about/de/

Dr. Helmut Thomas Eisele and
Director of the Sacred  Music Markus Grohmann, on New Year’s day, 2016
- officially recognised music teacher -
- Manager of the Sacred Music of the Deanship Esslingen-Nuertingen -

Begeisterte Zuhörer dankten mit großem Applaus

Orgelkonzert mit Prof. Jean-Luc Salique aus Annonay, Frankreich

Prof. Jean Luc Salique an der E.F. Walcker Orgel in Neuhausen auf den FildernIm 4. Konzert des Jahres spielte Prof.  Jean-Luc Salique aus Annonay, Frankreich,   an unserer E.F. Walcker-Orgel  und spannte von der Programm-Auswahl her einen musikalischen Bogen von Bach bis Reger. Zwischen diesen großartigen Komponisten erwiesen sich aber als besonders interessant , weil auch selten zu hören, die  Orgelstücke der deutschen Frühromantiker Moritz Brosig (Breslauer Dom) und Gustav Adolf Merkel (Hofkirche Dresden). Beide Komponisten waren Mitte des 19. Jahrhunderts Kirchenmusiker und Organisten, die in verschiedenen Buch-Ausgaben die Musikpädagogik für Organisten-Schüler geprägt hatten und erstaunliche Orgelliteratur komponierten – passend für den Orgeltypus dee Mitte des 19. Jahrhunderts.

Quasi als belgisch-französisches  Gegenüber galt Clement Loret, der in Paris auf gleiche Weise wirkte.

Diesem Komponisten hat sich Prof. Salique stets besonders gewidmet und spielte als erster Organist weltweit dessen gesamtes Orgelwerk ein.

So waren es auch Loret´s Orgelstücke Canzona und vor allem die Scherzo-Fanfare, die sich im Orgelkonzert  beim Publikum als Hightlights des Abends herauskristallisierten.  Denn man spürte die musikalische Verbundenheit  Salique´s zu Lorent Schaffen regelrecht im spritzigen Spiel unter Nutzung dergesamten  Klangkraft der Walcker-Orgel.

Die rund 100 begeisterten Zuhörer dankten es mit großem Applaus und entlockten Prof. Salique noch eine ruhige, ausklingende Zugabe von Moritz Brosig.

Kirchenmusikdirektor Markus Grohmann, Neuhausen/ Filder am 13. November 2015
- Staatlich Geprüfter Musiklehrer –
- Fachdienstleiter Kirchenmusik Dekanat Esslingen-Nürtingen –

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Melodienlinien mit Girlanden

NEUHAUSEN: Chor von St. Peter und Paul überzeugt mit Haydns Mariazeller Messe - Orgel im Wettbewerb mit dem Chor

Der Chor von St. Peter und Paul und ds Orchester Camerata viva unter der Leitung von Markus Grohmann. Foto: Dr. Helmut Eisele

Von Rainer Kellmayer

Dr. Chor St. Peter und Paul mit Soli - Orchester und OrgelDie Auseinandersetzung mit einer Messvertonung ist für einen Kirchenchor stets eine besondere Herausforderung. Im Vorfeld seines 75-jährigen Jubiläums im nächsten Jahr wagte sich der Chor St. Peter und Paul im Neuhäuser Filderdom an Joseph Haydns Missa Cellensis in C, bekannt als Mariazeller Messe.

Joseph Haydn begann deren Komposition 1766, einem Jahr, das für ihn einen Karrieresprung brachte: Er wurde erster Kapellmeister am Hof des Fürsten Esterhazy und war damit auch für die Kirchenmusik verantwortlich. Haydn war voller Ehrgeiz, wollte sein Können unter Beweis stellen, und schrieb die längste Messe seines Oeuvres. Er setzte opernhafte Züge neben traditionelle polyphone Satztechniken und schuf so eine gelungene Synthese zwischen den Ansprüchen autonomer Kunstmusik und der ästhetischen Forderung seiner Zeit nach Verständlichkeit.

Der von Kirchenmusikdirektor Markus Grohmann gut präparierte Kirchenchor zeigte sich Haydns Anforderungen gewachsen, bewegte sich sicher zwischen homophonen Partien und den fugierten Teilen des Messordinariums. Überzeugend erklang schon der aus tiefster Lage aufsteigende Beginn des Kyries, wobei der Chor eine beachtliche Klangfülle erreichte. Da während der Proben offensichtlich sorgfältig gearbeitet wurde, stimmte die dynamische Differenzierung ebenso wie die Abstimmung der Stimmgruppen. Die Fugeneinsätze saßen und auch die Balance mit dem weitgehend intonationssicher agierenden Orchester Camerata viva Tübingen war ausgeglichen. Seine stärksten Momente hatte das Solistenquartett Constanze Seitz (Sopran), Adelheid Krohn-Grimberghe (Alt), Salvador Guzmann (Tenor) und Jürgen Deppert (Bass) im Benedictus. Hier verschmolzen die Stimmen in idealer Weise, klangschön und gut austariert.

Eingangs hatte sich Constanze Seitz in Louis Spohrs Offertorium „Jubilate Deo“ als Sopranistin mit beachtlichem Stimmvolumen präsentiert. Stimmlich in allen Registern ausgeglichen, zog sie mit glockenheller Färbung herrliche Melodielinien, umspielt von den Girlanden einer Solovioline. Das Orchester lieferte den sicheren Grund und der Chor assistierte mit präzisen Einwürfen - stets präsent, sich jedoch nie in den Vordergrund drängend. Damit blieben der Solistin noch genügend Freiräume zur Entfaltung ihres anspruchsvollen Parts.

Vor zehn Jahren wurde die Restauration der Walcker-Orgel in St. Peter und Paul abgeschlossen - Grund genug, auch ein Orgelkonzert aufs Programm zu setzen.

Mit Hans-Peter Mertz, Kirchenmusiker in Albstadt-Ebingen, saß ein Organist am Manual der Truhenorgel, der den Notentext von Joseph Haydns Orgelkonzert C-Dur mühelos bewältigte. Natürlich waren die Möglichkeiten der Farbgebung durch die sehr eingeschränkte Registerzahl des tragbaren Instruments begrenzt. Doch was an klanglicher Differenzierung fehlte, machte Mertz durch technische Perfektion und kantables Spiel im Largo wieder wett.

Ob es allerdings eine gute Entscheidung war, die Orgel hinter dem Orchester zu platzieren, sei dahingestellt. Über weite Strecken war das Soloinstrument zu sehr in den Orchesterklang eingebunden, und bei den exponierten solistischen Passagen konnte sich Mertz nicht immer mit der gebotenen Deutlichkeit gegenüber dem Orchester absetzen. Dies tat dem Hörerlebnis jedoch nur marginal Abbruch. Entschädigt wurde das Publikum durch erfrischendes Spiel in den schnellen Sätzen und einem Finale, das Mertz unbekümmert und voller Esprit perlen ließ.

Artikel vom 30.06.2015 © Eßlinger Zeitung

http://www.esslinger-zeitung.de/lokal/esslingen/kreisesslingen/Artikel1333897.cfm

Mit freundlicher Genehmigung der Esslinger Zeitung und Herrn Rainer Kellmayer.

Unsere E.F. Walcker Orgel (1854) macht Schule

- Professor Jürgen Essl unterrichtete an der historischen Orgel -

Prof. Essl - 2. von links - und seine Studierenden an der E.F. Walcker OrgelEines der erklärten Ziele für die Restauration unserer historischen Orgeln - der barocken Orgel von Hieronymus Spiegel aus dem Jahr 1762 und der romantischen Eberhard Friedrich Walcker Orgel von 1854 - war es, beide Instrumente für Professoren und deren Studierende des Faches Kirchenmusik und Orgel zu erhalten und darüber hinaus auch zugänglich zu machen.

Und so war es uns eine große Freude, Ende Mai Herrn Professor Jürgen Essl von der Musikhochschule Stuttgart und seine Studierenden in Neuhausen willkommen zu heißen.

Der Organist, Komponist und Pädagoge Jürgen Essl ist Professor an der Musikhochschule Stuttgart, wo er eine Orgelklasse unterrichtet und Dekan der Fakultät III für Klavier, Dirigieren und Orgel ist.

Für die spontan in die Pfarrkirche gekommenen Kirchenbesucher war es wunderschön, den Klängen zu lauschen.

Den Studierenden wünschen wir alles Gute und viel Erfolg im Studium. Herrn Prof. Essl danken wir, dass er nach Neuhausen gekommen ist und so wieder einmal Studierende des Faches Orgel unsere wertvollen Instrumente “ertasten” und den Klangraum Orgel - Kirche erfahren durften. Er ist immer herzlich bei uns willkommen.

Hier einige Links zu Professor Jürgen Essl:

http://www.mh-stuttgart.de/unsere-hochschule/personenverzeichnis/personen/juergen-essl/

http://www.juergen-essl.de/

Dr. Helmut Thomas Eisele, Neuhausen/ Filder am 21. Juni 2015
- Vorsitzender –

Begeisterndes Orgelkonzert mit Prof. Janette Fishell aus Indiana, USA

Frau Prof. Janette Fishell an der E.F. Walcker Orgel in NeuhausenEtwa 80 Gäste waren unserer Einladung am Sonntag, den 17. Mai 2015 um 18:00 Uhr in die Pfarrkirche St. Petrus und Paulus in Neuhausen auf den Fildern gefolgt.

Unser Gast war Frau Prof. Janette Fishell aus Indiana / USA. Sie spielte Werke von Rheinberger, Schumann, Brahms, Paine, Smyth Whitefield und Buck.

In ihrer Einführung erläuterte Prof.  Fishell dem Publikum in einer kurzen Übersicht das Programm in deutscher Sprache. Die amerikanischen Organisten der Zeit der Romantik waren meist Schüler der bedeutenden deutschen Organisten , orientierten sich sehr stark an der deutschen Orgelromatik und führten diese Kompositionsweise, ergänzt durch eigene Ideen zu Hause in den USA fort. Für ihre Erläuterungen bekam sie einen ersten warmherzigen Applaus.

Josef Rheinberger, Passacaglia aus der Sonate Nr. VIII in e-moll Op. 132

Die Passacaglia begann mit ruhigen und klaren Konturen. Das eingängige Thema fand eine sehr passende Unterstützung in der Wahl der Klangfarben. Ein sanftes Crescendo steigerte den Eindruck ohne jedoch die subtilen Strukturen klanglich zu überladen. Die Dynamik war klug gewählt. Raum und Orgel bildeten eine Einheit. Das Stück endete mit versöhnlich meditativen Klängen.

Johannes Brahms, „Mein Jesu, der Du mich“  Op. 122, Nr. 1

Der Choral fand einen verhaltenen eher zurückhaltenden Anfang so, dass das Thema klar vorgestellt wurde. Der Mittelteil wurde sehr einfühlsam in lyrischer Weise ausgeführt. Der dynamische Aufbau führte bis auf den Orgelpunkt mit kräftigen Klängen hin. Die Interpretation war auch hier sehr ausgewogen und bestechend in der Wahl der Klangfarben.

Robert Schumann, aus den „Studien für den Pedal-Flügel“  
Nr. 1 –nicht zu schnell

Professor Fishell führte die drei Stücke für Pedalklavier zum ersten Mal auf.

Ihre Interpretation der Nr. 1 – nicht zu schnell -  war luftig, spielerisch aber trotzdem mit einer klaren Sprache, so dass die feinen Strukturen gut zu erkennen waren. Der dynamische Aufbau und die Wahl der Tempi waren verhalten und dezent mit einer gelungenen Verschmelzung von Orgel mit dem Klangraum der Pfarrkirche abgestimmt. Das Stück endete subtil verklingend.

In Robert Schumann‘s  Nr. 2 – innig – überzeugte die Interpretin mit einer leidenschaftlichen Ausführung der lyrisch melodischen Passagen. Ebenso überzeugte sie mit der gewählten dynamischen Anlage des Stückes das sie leichtfüßig verklingen ließ.

In Robert Schumann‘s  Nr. 5 –nicht zu schnell – begann sie furios mit brillanten Klängen und bewegtem Tempo. Die Stimmführung war präzise herausgearbeitet, so dass die Zuhörer das fugatohaft  ineinander geschachtelte Thema gut verfolgen konnten. Die Interpretation überzeugte durch die freudige musikalische Ausdruckssprache.

John Knowles Paine, Fantasie über „Ein‘ feste Burg“ Op. 13 ließ sie mit kräftigen Klängen  und einem zügigen Tempo beginnen. Den Mittelteil gestaltete sie mit sehr schönen Klangfarben die in der Dynamik jedoch zurück hielten. Der effektvolle Pedalübergang führte gezielt auf das Fugato hin, das zunächst kräftig begann sich dann in den hohen Stimmen des Manuals spielerisch verlor. Der Unisono-Übergang aus dem Orgelpunkt heraus war erneut effektvoll inszeniert und die Anlage des Crescendo führte zum mit Innbrunst vorgetragenen Choralthema des Stückes hin.

Ethel Smyth “O Traurigkeit, o Herzeleid“

Das Thema des Chorals wurde mit der Walcker-Klarinette präsentiert begleitet von den zarten Streichern mit einer perfekten Verschmelzung der Stimmen. Der Hauptteil wurde zügig ausgeführt ohne von der Fülle her aufdringlich zu sein. Dabei kamen die improvisatorischen Stimmen im Unterbau klar zur Geltung. Die Melodie wurde deutlich geführt und im dynamischen Aufbau und einem schönen Crescendo verstärkt. Das Ende des Stückes endete traurig unter Zurhilfenahme eines verklingenden Decrescendo.

Horatio Parker, Allegretto, aus der Sonate in ES-Dur, Op. 65

Das Allegretto von Horatio Parker begann verhaltend verspielt wobei das witzige Thema flugs und luftig durch alle Stimmlagen wanderte. Der Mittelteil war lyrisch ausgeformt wobei das Thema immer wieder aufblitzte. Das Stück plätscherte vergnügt vor sich hin und gegen Ende schraubte sich das Thema im Klangraum nach unten um dort sein verhalten witziges Ende zu finden. Es war vergnüglich anzuhören.

Im Pastorale von George Whitefield Chadwick  nutzte  Prof. Fishell erneut die Klarinette einzusetzen unterstützt durch die Streicherstimmen. Die harmonischen Bewegungen fanden ihr Fundament in den kräftigen Prinzipalstimmen wodurch eine runde Gesamtheit entstand.

Das bewegte Motiv der Canzonetta arbeitete sich kaskadenförmig aufwärts. Dabei achtete Prof. Fishell erneut auf einen ausgewogenen Klang. Nach dem Mittelteil nahm das Stück erneut Fahrt auf wobei das witzige Thema in den Prinzipalstimmen aufgegriffen wurde. Das Ende des Stückes kündigte sich durch ein Decescendo an und es endete verhalten versöhnlich. Es war eine Freude den schönen Klängen zu lauschen.

Ganz besonders gespannt war das Publikum natürlich auf die Variationen über die amerikanische Nationlhymne von Dudley Buck. Dieses Stück ist eher selten zu hören. So waren auch alle darauf gespannt welchen Spannungsbogen Prof. Fishell aufspannen würde.

Eine Überraschung war es, als erneut die Klarinette das Thema präsentieren durfte. Diesmal jedoch hatte sie einige Zungen als Unterstützung an der Seite. Nach der einleitenden Vorstellung ging es in der 2. Variation bewegt in den Unterstimmen zu. In der 3. Variation konnte Prof. Fishell mit den Triolen in den Flöten und Prinzipalen ihre Virtuosität und Spielfreude unter Beweis stellen. Das erneute Auftauchen des Themas erfolgte von unten her mit einem kräftigem Unisono das in breiten Klängen und Harmonien mündete.

Die Moll-Variation begann mit sehr verhaltenen Klängen. Liebevoll wurde das Gedeckt eingesetzt. Ein gekonnt angelegtes Crescendo über die Prinzipalstimmen steigerte die Spannung die am Ende der Moll-Variation wieder ihr versöhnliches Ende fand.

Der Höhepunkt war selbstverständlich die letzte Variation in der das Thema fugatohaft kräftig und bestimmt durchgearbeitet wurde. Nach der Durchführung wurde die amerikanische Nationalhymne strahlend und in vollem Glanz der Stimmen präsentiert. Ein Crescendo führte zum großen Finale mit vollem Plenum. Ein gelungenes Spiegelbild für den Ausdruck einer stolzen Nation.

Den kundigen Konzertbesuchern war sofort klar, dass sich Prof. Fishell sehr intensiv mit den Klangfarben der Orgel und dem großem Kirchenraum als Resonanzkörper beschäftigt haben musste. Und auch die beiden Registrantinnen von der Musikhochschule in Stuttgart hatten alle Hände voll zu tun. Die Übertragung des Charakters der dargebotenen Stücke auf die klanglichen Möglichkeiten von Orgel und Kirchenraum sind Prof. Fishell  bestens gelungen.  Sie selbst sagte nach dem Konzert: „ this is a wonderfull organ. I love this organ very much“. Die Leidenschaft zu diesem Instrument spiegelte sich in Ihrer Interpretation wieder und das begeisterte Publikum belohnte sie mit einem lange anhaltenden frenetischen Beifallssturm!

Ihre Website:

https://www.facebook.com/janette.fishell

 

Dr. Helmut Thomas Eisele, Neuhausen/ Filder am 7. Juni 2015
- Vorsitzender –

Orgelförderkreis unterstützt bei Musikfreizeit des Chores St. Peter und Paul

Der-Chor-St.-Peter-Und-Paul-in HeiligkreuztalDer Chor St. Peter und Paul wird am 28. Juni diesen Jahres wieder ein großes Konzert mit Werken von Louis Spohr und Josef Haydn zur Aufführung bringen. In der Vorbereitung für dieses Konzert veranstaltete der Chor ein Probenwochende im Kloster Heiligkreuztal. Die Musikfreizeit fand regen Zuspruch und die Zeit wurde bestens  fürs Proben genutzt. Die Geselligkeit kam dabei natürlich auch nicht zu kurz.

Der Orgelförderkreis ließ es sich daher nicht nehmen, die Fahrtkosten für die Busfahrt von Neuhausen nach Heiligkreuztal zu übernehmen.

Allen Sängerinnen und Sängern ein herzliches Dankeschön für die rege Teilnahme und die fleißige Mitarbeit bei den Proben. Ganz besonderen Dank gilt Herrn KMD Markus Grohmann und Frau Monika Grohmann für die Vorbereitung und Durchführung der Musikfreizeit und für’s Opfern ihrer Freizeit!

Dr. Helmut Thomas Eisele, Neuhausen auf den Fildern, den 06. April 2015

Beifallssturm für Orgelkonzert mit Prof. Jürgen Essl

Prof.-J.-Essl-auf-der-E.F.-Walcker-Orgel-in-Neuhausen_DSC_0514Wir hatten jüngst herzlich zu unserem nächsten Konzert im Rahmen der Konzertreihe „Neuhauser Orgel  Konzerte“ eingeladen.

Es fand am Sonntag, den 22. März um 18:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Petrus und Paulus in Neuhausen auf den Fildern statt.

Jürgen Essl ist auf vielfältige Weise als Organist, Komponist und Pädagoge in der internationalen Musikszene präsent. Seine Konzerttätigkeit als Interpret und Improvisator führte ihn durch Europa, nach Japan, Israel, den USA und Mexiko. Er gastierte in der Moskauer Philharmonie, dem Smetanasaal Prag, dem Wiener Konzerthaus, dem Madrider Auditorio Nacional, in Notre Dame Paris, der Kathedrale Lissabon, dem Kölner und Regensburger Dom, dem Züricher Großmünster u.v.a.m. Sein Repertoire reicht von Alter Musik bis zu Uraufführungen gegenwärtiger Musik. Renommierte Komponisten haben ihm etliche Werke gewidmet, darunter etwa Jan Jirasek´s Concerto für Orgel und Orchester „Dance with the Universe“ 2012.

In Zusammenarbeit mit dem SWR und dem Carus-Verlag führte er als Leiter von Orpheus Vokalensemble, Ars Antiqua Austria und Concerto Köln wiederentdeckte Musik des 18. Jahrhunderts aus Oberschwaben auf. Er gibt zahlreiche Meisterkurse und ist gefragter Juror bei Orgelwettbewerben. Über 20 CD- Einspielungen und Produktionen mit großen Rundfunkanstalten dokumentieren sein vielfältiges musikalisches Wirken. In Jürgen Essl´s kompositorischem Oeuvre finden sich Werke für Chor, Orgel, Klavier und Ensembles, aber auch das großbesetzte Oratorium „De Angelis“. Kompositionen von Jürgen Essl werden von renommierten Solisten und Ensembles wie den Regensburger Domspatzen weltweit zur Aufführung gebracht. 2003 wurde ihm der „Kompositionspreis Kirchenmusik Baden- Württemberg“ verliehen. Seine 2011 erschienene CD „ESPACIOS“ mit Kompositionen und Improvisationen für Orgel wurde bei „klassik heute“ mit Höchstnoten in allen Kategorien bewertet. Seine Ausbildung erhielt er bei Ludger Lohmann, Willibald Bezler, Francis Chapelet und Michael Radulescu in Stuttgart, Bordeaux und Wien.

Nach dem Studium war er zunächst Kirchenmusiker in Sigmaringen, 1997 wurde er als Professor an die Lübecker Hochschule berufen, 2003 folgte er einem Ruf an die Stuttgarter Musikhochschule, deren Organistenausbildung weltweiten Ruf genießt. Bei seinem Konzert in Neuhausen spielte Prof. Essl Orgelwerke von Bach, Mendelssohn und eigene Kompositionen.

Hier der Link auf seine Website:

http://www.juergen-essl.de/

Unsere Eintrittskarten und Vorverkaufsstellen:

Eintrittskarten:

zum normalen Preis von 12,- € und

zum ermäßigten Preis von 10,- €

können Sie an den Vorverkaufsstellen:

Gerne können Sie die Eintrittskarten per E-Mail vorbestellen. Schicken Sie daher Ihre Kartenwünsche ganz einfach an die E-Mail Adresse:

tickets@walcker-orgel-neuhausen-filder.de

 

Kirchenmusikdirektor Markus Grohmann, Neuhausen/ Filder am 04. April 2015
- Staatlich Geprüfter Musiklehrer –
- Fachdienstleiter Kirchenmusik Dekanat Esslingen-Nürtingen –

Bericht zum Konzert von Balasz Szabo  19.10.2014

„Mann des Jahres“ aus Budapest brillierte mit Reger auf der Walcker-Orgel

Um auf der Neuhauser E.F.Walcker-Orgel von 1854 mit relativ schwergängiger, original erhaltener Kegelladenmechanik schwindelerregende Werke von Max Reger zu spielen, muss man eine besondere Affinität zu dieser fast gewagten Kombination haben und ein begnadeter Virtuose sein. 

Balazs Szabo auf der E.F. Walcker-Orgel in Neuhausen  a.d. FildernBalász  Szabó, Jahrgang 1985 und Dozent für Orgelspiel an der Ferenc-Liszt-Universität in Budapest,  demonstrierte in einem furiosen Konzert seine Leidenschaft zu Walcker und Reger. „Hier findet die Musik Regers, wenn auch mit gewissen Einschränkungen in der stufenlosen Dynamik, ihre klangliche Heimat“, so Szabó bei seiner interessanten Einführung vor dem Konzert. Szabó erwähnte, dass dieses „Wagnis“ in Neuhausen nur mit 2 eingefleischten Registranten, die „dieselbe Leistung wie er erbringen müssten“ umzusetzen sei. Dies war eine nette und faire Geste an die Assistenten des Konzertes, denn es gab enorm viel zu tun.

Das Konzert begann mit Regers Introduktion und Passacaglia aus der 1. Suite Op. 16. Der wuchtigen Introduktion folgte die im Pianissimo startende Passacaglia, bei der die Zuhörer bereits mit einer großen Klangfarben-Palette der Walcker-Orgel vertraut wurden. Die große Schluss-Steigerung knüpfte an das Tutti der Introduktion an.

Es folgten zwei ruhige Orgelwerke. Von Liszt das meditative Stück „Angelus“, wie später auch das Stück „Ave maris stella“, mit einstimmigen Passagen, langen Fermaten und Pausen, wirkten förmlich wie Gebete. Der großzügige Nachhall von 5 Sekunden in der Pfarrkirche trug zur musikalischen Wirkung in diesem Falle positiv bei.

Vom selten zu hörenden Komponisten Alexandre-Pierre-François Boëly (1785-1858, Paris) erklangen dazwischen „Fantasie et Fugue Op. 18 Nr.6“ im Stil der späten Wiener Klassik. In unglaublichem Tempo fegte Balász Szabó über die Tasten der Orgel, die ungefähr demselben Jahrgang angehören wie Boëlys Fantasie et Fugue.

Höhepunkt des Konzertes war Regers Fantasie über den Choral „Wie schön leucht´uns der Morgenstern“ Op. 40 Nr. 1. Das ungefähr 25-minütige monumentale Orgelwerk (bei Organisten schlicht und respektvoll „Der Morgenstern“ genannt) verlangte dem Organisten, den Assistenten, aber auch den Zuhörern volle Konzentration ab. Regers unnachahmliche, äußerst wechseldynamische Klangsprache, optimal ausgeschöpft auch durch raffiniertes Oktavieren ganzer Passagen auf den Manualen, durchflutete  den Kirchenraum bis zum Ende des großartigen Werkes in selten gehörter Weise. Nach Ende des Schlussakkordes lag eine lange, spannungsgeladene  Fermate in der Luft, bevor großer Applaus die Begeisterung über diesen jungen Orgelvirtuosen zum Ausdruck brachte.

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Kirchenmusikdirektor Markus Grohmann, Neuhausen/ Filder am 19. Oktober 2014

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